Franz Grandits

Im Garten meiner Kindheit standen viele hohe Obstbäume. Diese deckten über das ganze Jahr unseren Vitaminbedarf. Aus dem Rest wurde von meinen Eltern Saft und Most produziert. Schnaps machten wir nur aus Zwetschken. Als in den Siebzigerjahren optisch schönes Tafelobst auf den Markt kam, nutzten wir die eigenen Äpfel nur mehr für Saft und Kompott. Im Laufe der Zeit fiel mir auf, dass das gekaufte Obst zwar schön und saftig, der Geschmack der eigenen Äpfel aber viel intensiver ist. 

Besonders am Herzen liegen mir die Sorten Maschanzker und Ungerbirne. Früher sehr häufig, sind diese Bäume schon selten geworden. Ich habe daher begonnen, abgestorbene Bäume durch neue zu ersetzen und motiviere auch meine Bekannten, die alten Bäume weiter zu pflegen. Inzwischen habe ich meinen Obstgarten auch um Kornelkirschen und Kriecherl erweitert.

Natürliche Bewirtschaftung ohne Pestizide und Kunstdünger ist dabei selbstverständich. Wir wollen ja, dass es im Obstgarten zwitschert und summt. Und nicht zuletzt sind die hohen Bäume besonders im Frühing eine Augenweide.

In den letzten Jahren entdeckte ich die Leidenschaft zur Destillation von hochwertigen Bränden. Dafür eignen sich die alten Sorten auf Hochstämmen besser als die neuen Sorten aus dem Intensivobstbau, weil deren Fruchtfleich fester und die Schale dicker ist.

Neben der Herstellung von Bränden produzieren meine Frau und ich auch Fruchtaufstriche, Säfte und Most für den Eigenbedarf.

Folgende Brände lagern in unserem Keller:

  • Maschanzker
  • Kriecherl
  • Ungerbirne
  • Kirsche
  • Pflaume
  • Grafenseiner
  • Bohnapfel
  • Kronprinz

An Fruchtaufstrichen haben wir

  • Marille
  • Kornelkirsche (Dirndl)
  • Brombeere
  • Ribisel
  • Pflaume
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